Vier lächelnde Männer in Schützenvereinsuniformen mit Abzeichen posieren eng zusammen.

Die Geschichte des Heimat‒ und Schützenvereins Petersborn‒Gudenhagen

Entstanden aus dem Wunsch nach Gemeinschaft in einer neuen Heimat.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Menschen in Petersborn, Gudenhagen und Pulvermühle eine neue Heimat. Dieser Neuanfang, oft unter schwierigen Bedingungen, weckte den Wunsch nach einer starken und dauerhaften Gemeinschaft. So wurde am 16. April 1956 der Heimat- und Schützenverein Petersborn-Gudenhagen 1956 e.V. gegründet.
Der Verein wurde Mitglied im Sauerländer Schützenbund und im Kreisschützenbund Brilon. Später, im Jahr 1975, trat er auch dem Stadtschützenverband Brilon bei.
Eine Gruppe von 19 Männern in grünen Schützenuniformen mit Hüten und Medaillen posiert mit zwei Fahnen.
Gruppe von 20 Männern in grünen Uniformen, Hüten und Medaillen, stehend im Freien, zwei halten Fahnen.
Das erste Schützenfest fand bereits im April 1956 statt – in einem Zelt, das hinter dem Rohbau des Gasthofs Hornig aufgebaut wurde. Trotz starken Regens und eines unebenen Geländes, das mit Bahnschwellen ausgeglichen werden musste, war es ein denkwürdiges Ereignis. Edmund Zarschizky und seine Frau Hedwig wurden das erste Königspaar.
Um das Vereinskapital zu stärken, wurden Preisschießen und Waldfeste organisiert. Der Bau einer eigenen Schützenhalle wurde bereits 1958 diskutiert, ein Projekt, das die Gemeinschaft über Jahre hinweg begleitete.
Auch heute noch wird das Schützenfest in alter Tradition in einem Festzelt gefeiert. Die ursprüngliche Fichtenholz-Vogelstange wich einem Hochspannungsgittermast, der 1991 durch einen neuen ersetzt werden musste – eine Herausforderung, die der Verein mit Hartnäckigkeit meisterte.
Aus diesen bescheidenen Anfängen ist ein starker Verein mit fast 500 Mitgliedern gewachsen, der einen Großteil der Bewohner der Ortsteile Petersborn-Gudenhagen vereint und auch Mitglieder aus anderen Teilen Brilons willkommen heißt.
Seit 1956
Über 70 Jahre Tradition und Zusammenhalt in unserer Gemeinde.
gemeinnütziger Verein seit 1981

Ein Blick in unsere Geschichte

Von den Anfängen bis heute – eine Reise durch die wichtigsten Meilensteine unseres Vereinslebens.

Das Vereinsemblem
(1982)

1982 entstand unser Vereinsemblem aus einem Wettbewerb. Dietmar Willinger und Ingo Becker entwickelten einen gemeinsamen Vorschlag. Es zeigt das Gemeinschaftshaus "Grün-Weiß", das Sportheim, die Vereinsfarben und den umgebenden Wald. Dieses Emblem ziert seither unsere Vereinsuniform.

Die Vereinsfahne
(1956)

Mit der Gründung kam der Wunsch nach einer Vereinsfahne. Dank Briloner Sponsoren konnte die erste Fahne am 12.07.1956 bei Fahnen-Richter in Köln bestellt werden. Bereits im August wurde sie bei der Beerdigung von Fritz Gröger eingesetzt. 1996, zum 40. Jubiläum, wurde eine zweite Fahne angeschafft, um die historische Fahne zu schonen. Gleichzeitig wurden neue Ortswappen-Fahnen bestellt, die die alten grün-weißen Fahnen ersetzen.

Schützenvogel & Alterskompanie (1983‒1992)

Paul Ottmann fertigte 25 Jahre lang den Schützenvogel; seit 1988 übernimmt dies Wolfgang Lahme, der im selben Jahr selbst König wurde. 1990 wurde die "Alterskompanie" gegründet, um älteren Mitgliedern den Marsch zu erleichtern. Seit 1992 findet jährlich das Seniorenkompanie-Fest statt, organisiert von Theo Müller und seinem Team, um alte Erinnerungen auszutauschen.

Frauen im Verein (1996‒2002)

Frauen waren von Anfang an ein wichtiger Teil des Vereins. Schon in der Gründungssatzung war eine eigenständige Mitgliedschaft möglich. 1996 nahmen Frauen in Uniform am Festzug teil. 1997 erreichte Bettina Pohl als erste Frau das Königsschießen. 1998 wurde Elisabeth Steinkemper als erste Frau in den erweiterten Vorstand gewählt, gefolgt von Brigitte Reichelt im Jahr 2000. 2002 wurde Brigitte Reichelt zur Rechnungsführerin im geschäftsführenden Vorstand ernannt.

Unsere Vorsitzenden

Willi Blüggel (bis 1961)
Als erster Vorsitzender führte Willi Blüggel den Verein bis 1961. Er war ein Mann der ersten Stunde und setzte sich konsequent für die Umsetzung des Gründungsgedankens und des Vereinszwecks ein.
Julius Jüttner (1961‒1979)
Julius Jüttner, sein Nachfolger, führte den Verein bis 1979. Er baute kontinuierlich ein Vereinsvermögen auf, das den späteren Bau des Gemeinschaftshauses ermöglichte. Obwohl er als Vertriebener neu in Petersborn war, identifizierte er sich schnell mit der Sauerländer Schützentradition.
Ingo Becker (1979‒1991)
Ingo Becker übernahm 1979 und begleitete den Bau des Gemeinschaftshauses. Er leitete den Verein bis 1991 und blieb bis 1994 als 2. Vorsitzender aktiv, um die durch den Bau entstandenen Schulden zu tilgen und das Vereinsvermögen wiederherzustellen.
Hellmut Roitsch (1991‒2008)
Hellmut Roitsch wurde 1991 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Führung wurde trotz zahlreicher Umbaumaßnahmen und Neuanschaffungen das Vereinsvermögen erhalten und eine erfolgreiche Jugendabteilung aufgebaut.
Ulrich Becker (seit 2008)
Seit 2008 leitet Ulrich Becker den Verein. Seine Aufgabe ist es, den Verein gemeinsam mit dem Vorstandsteam für die Zukunft zu rüsten, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen, die Jugend einzubeziehen und den Verein an die Bedürfnisse der Mitglieder anzupassen.

Ein Gemeinschaftswerk, das verbindet

Die Entstehung unseres Gemeinschaftshauses ist eine Geschichte von Entschlossenheit, harter Arbeit und starkem Zusammenhalt. Von der Finanzierung bis zum letzten Nagel wurde alles mit vereinten Kräften realisiert.
Weißes Gebäude mit schwarzem Dach und dem Schild "Gemeinschaftshaus Grün-Weiss" unter einem bewölkten Himmel.

Finanzierung und Partnerschaften

Um die fehlenden Gelder für den Hallenbau aufzubringen, schloss der Verein nach schwierigen Verhandlungen mit mehreren Brauereien einen fairen Ausschankvertrag mit der Gräflich zu Stolberg’schen Brauerei Westheim ab. Ihr Bier überzeugte in einem Geschmackstest und hat bis heute Bestand. Diese Partnerschaft war entscheidend für den Erfolg des Projekts.

Grundlagen schaffen und Bauphase

Vor dem eigentlichen Bau musste eine stark geneigte Freifläche mit etwa 500 Tonnen Abraummaterial aus dem Steinbruch am Bielstein aufgefüllt werden. Paul Kraft als Inhaber reduzierte die Materialkosten stark und spendete 50% der Betonkosten – eine riesige Unterstützung. Unter Bauleitung von Hugo Bock und mit kostenlos zur Verfügung gestelltem schwerem Gerät wurden in nur neun Monaten Bauzeit über 16.000 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Fast die gesamte Halle wurde in Eigenleistung errichtet.
Zwei Arbeiter auf einem Gerüst montieren eine Deckenverkleidung; ein dritter Mann steht im Hintergrund.

Einweihung und finanzielle Meisterleistung

Das zum 25-jährigen Jubiläum fertiggestellte Gebäude erhielt den Namen „Gemeinschaftshaus Grün-Weiß“. Trotz einer Hochzinsphase gelang es dem Verein, die Schuldenlast bei Fertigstellung auf 15.000 Euro zu begrenzen und unter dem Vorsitzenden Ingo Becker bis 1994 das Konto wieder auf dieses Guthaben zu bringen. Eine bemerkenswerte Leistung, die den starken Willen und die gute Führung des Vereins unterstreicht.

Unsere langjährigen Mitglieder

Wir ehren und feiern die Treue unserer Mitglieder, die uns seit vielen Jahren begleiten.
25‒jährige Mitglieder
Becker, Stephan
Böddecker, Ludger
Buchheim, Thorsten Jörg
Feldmann, Jennifer
Heuer, Christian
Hörnchen, Guido
Krüger, Sandra
Lahme, Christine
Neumann, Veronika
Schröder, Florian
Schulze, Sebastian
Stimpel, Christopher
Stratmann, Christian
40‒jährige Mitglieder
Blömer, Clemens
Frigger, Jürgen
Grothe, Bernd
Günster, Rolf
Kemmling, Horst
Ridder, Dieter
Wiese, Heinrich
50‒jährige Mitglieder
Eigner, Manfred
Kemmerling, Ulrich
Kohaupt, Ingo
Lahme, Wolfgang
Leggewie, Theo
Linnenbrink, Werner
Sommer, Josef
Zarschizky, Robert
60-jährige Mitglieder
Willinger, Dietmar
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Ein Mann mit Bart hält ein weißes Schild mit dem Wort "lersborn-" vor sich.